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Ehemaliger Schwimmer des SC Wiesbaden geht in die Politik

Wechsel vom Schwimmbecken ins Rathaus?

von Ulrich Link

Trainer, Vorsitzender von SFD Schwimmsport Fulda e.V. und Inhaber des LFD Swim-Team

ulrich@lfd-swim-team.com


Bild: SPD Wiesbaden
Bild: SPD Wiesbaden

Wiesbaden - Am 14. März sind Kommunalwahlen in Hessen und der ehemalige Schwimmer Marius Becker des SC Wiesbaden kandidiert für die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt...


Also aus dem Schwimmbecken ins Rathaus? Marius Becker ist 23 Jahre alt, Lehramtsstudent und war über 10 Jahre aktiver Schwimmer des Schwimmclub Wiesbaden. Nun sucht er nicht mehr auf Schwimmwettkämpfen, sondern in der Wiesbadener Stadtpolitik die Herausforderung. Der 23-Jährige kandidierte vorheriges Wochenende auf dem Parteitag der SPD-Wiesbaden erfolgreich auf Listenplatz 27 der Kommunalwahlliste der Wiesbadener Sozialdemokraten. Mit 8 Jahren zog ihn das Wasser in seinen Bann und ließ ihn seitdem nie wieder los. Entsprechend entschied er sich also damals, dem örtlichen Schwimmverein beizutreten. Mit diesem Moment sollte der Schwimm-Club Wiesbaden seine sportliche Heimat und das Schwimmbad sein Zuhause werden. Schwimmen begleitete ihn entsprechend durch die Schulzeit und entschied somit auch die Wahl der weiterführenden Schule. Er besuchte die Elly-Heuss-Schule und wurde dort Mitglied der Talentfördergruppe Schwimmen. 2017 machte er dort auch sein Abitur.

Bild: SC Wiesbaden
Bild: SC Wiesbaden

Wenn er sich an seine aktive Zeit im Schwimmclub zurückerinnert, betont er, dass ihm in dieser Zeit „die besondere Bedeutung von Sportvereinen als integrative Kraft einer Stadtgesellschaft bewusst geworden“ sei. „Viel eher als in der Schule triffst du dort auf Menschen, aus anderen Stadtteilen und anderen Lebensverhältnissen, mit anderem sozialen und ökonomischen Hintergründen“, sagte er.


Mit diesem Blick möchte er nun Politik machen. Dabei ist es ihm besonders wichtig, bildungs- und sportpolitische Themen anzusprechen und zu transportieren. Konkret bedeutet das, dass er für den Bau des Sportparks Rheinhöhe eintritt – auch wenn vor kurzem klar wurde, dass dieser teurer wird als bisher geplant. Dabei steht er auch auf Linie der SPD, die in einer neuerlichen Pressemitteilung zum Sportpark-Rheinhöhe ihr Festhalten am Projekt klar machte.


„Für uns Sozialdemokraten ist der Sportpark Rheinhöhe Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, denn für den Wegfall der Wasserfläche im Freizeitbad Mainzer Straße braucht es einen angemessenen Ersatz“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Hendrik Schmehl. Alles in allem bleibt es spannend wie die Kommunalwahl ausgeht und ob Marius Becker ins Stadtparlament einzieht. Sicher bleibt, dass er nicht vergessen hat, woher er kommt und was ihn in seiner Jugend bis zuletzt geprägt hat – der Schwimmsport. Bis es am Wahlabend endlich soweit ist, werden noch anstrengende Wochen im Wahlkampf folgen, aber Ausdauer und Zielstrebigkeit kennt Marius Becker ja bereits aus dem Schwimmsport.


www.swim-hessen.de (Ulrich Link)