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Niklas Frach etabliert sich an der Europäischen Spitze!

Europacup-Freiwasser im französischen Gravelines

Foto: Petra Frach
Foto: Petra Frach

FREIWASSER - Der hessische Freiwasserschwimmer Niklas Frach (1998) vom TV Wetzlar schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle...


Beim LEN Open Water Europacup-Rennen im französischen Gravelines im Rahmen der französischen Freiwassermeisterschaften war Niklas Frach sehr schnell unterwegs. Mit einem Schnitt von 1:05 Minuten pro 100m, blieb der Wetzlarer Spitzenschwimmen bis auf die letzte Gerade in der Spitzengruppe.„Ich hab mich sehr gut gefühlt im kühlen 20,6 Grad kaltem Wasser“ erklärt Frach und fügt hinzu „auf der Schlussgeraden waren vier Akteure vor mir, die zwar nicht schneller waren, die ich aber auch nicht überholen konnte, dadurch entstand ein Loch zur Spitzengruppe!“ Mit einer Top 20 Platzierung, nur knapp hinter dem französischen Weltmeister Axel Reymond, etablierte sich Frach in der europäischen Spitze.


Der DSV schreibt auf seiner Website: „Ich freue mich auch sehr über das gute Abschneiden von Niklas Frach, der bis zum Ende in der Spitzengruppe mitschwimmen konnte“, so Bundestrainer Stefan Lurz.


Niklas Frach (Jahrgang 1998) belegte in 1:44:48,00 Stunden einen sehr guten 19. Platz im 114 Mann starken Teilnehmerfeld. In der Tat zeigte Frach seine bisher beste Leistung im Freiwasser. Drei Tage später stand dann für den 20-jährigen Student die längste, mögliche Schwimmstrecke auf dem Programm – 25 Kilometer! „Diese Strecke ist nicht nur eine körperliche, sondern im besonderen eine mentale Herausforderung“ schildert der sportliche Leiter (Schwimmen) vom TV Wetzlar, Uwe Hermann, diese Strecke. Hermann betreute und verpflegte Frach während des Rennens auf der Regattastrecke in Gravelines und hatte damit rund 5 ½ Stunden zu tun – so lange war Frach im Wasser unterwegs. „Das Wasser hatte am morgen nur eine Temperatur von 20,2 Grad, das war schon sehr kalt über diese lange Zeit“ schildert Frach seine Eindrücke vom Rennen. Der amtierende Weltmeister auf dieser Strecke – Axel Reymond aus Frankreich – war als Lokalmatador natürlich besonders motiviert in diesem Rennen gegangen. Dennoch konnte Frach ihm auf den ersten 16 Kilometer den Schneid abkaufen, führte lange Zeit das 35-köpfige Startfeld an und machte die wichtige, aber kräftezehrende Tempoarbeit. Mit Erfolg, dünnte sich das Feld nach der ersten von sechs 4,2 Kilometer langen Runden doch merklich aus. „Das große Ziel war anzukommen, wenn es optimal läuft mit der Zeitvorgabe die für die Teilnahme an den Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen Anfang August in Glasgow (Schottland) reicht“ erklärt Uwe Hermann, der bis Kilometer 16 sehr zuversichtlich war. „Aber bei einem Rennen über diese Distanz und der Wassertemperatur kann es auch sehr schnell gehen“ mussten Hermann und Frach feststellen. „Nach der Verpflegung bei Kilometer 16 hat Reymond das Tempo angezogen, ich habe versucht mitzugehen, konnte das Tempo aber nicht halten“ sagt Frach. Dann ging es ganz schnell, das Feld zog sich aus einander, sechs Sportler mit Reymond an der Spitze machten den Sieg unter sich aus. Reymond war dann als erster nach 5:05 Stunden im Ziel, Alexander Studzinski (SC Wiesbaden) belegte nach 5:06 Stunden Platz drei und sicherte sich die EM Qualifikation. Für Frach wird es nicht der letzte Auftritt im Nationaltrikot gewesen sein. „Ende Juni schwimme ich bei der Freiwasser DM und versuche mich dort über 5 Kilometer für das EM-Team zu empfehlen. Im August starte ich dann im spanischen Navia erneut im Europacup, Ende August dann in Kopenhagen“, sagte Frach zum Schluss, der sich auf diese nächsten Herausforderungen freut.

www.swimsportnews-hessen.de (Uwe Hermann) +++

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